Ein fotografisches Porträt von Napoleon gibt es nicht. Und doch kommt er uns auf dieser Platte seltsam nah.
Auf St. Helena liegen die Feldzüge hinter ihm. Im Exil erzählt Napoleon von Aufstieg, Entscheidungen und Niederlagen. Die Bühne ist klein geworden; das Leben, auf das er zurückblickt, nicht.
Am Anfang steht ein sehr gut erhaltener historischer Druck, deutlich größer als die spätere Wetplate. Wir haben ihn gemeinsam abfotografiert, die Platten entwickelt und die Arbeiten für die limitierte Auflage kuratiert.
So wird aus einer historischen Darstellung ein neues Bildobjekt. Unsere Interpretation entsteht in der Aufnahme, im Licht und auf der Oberfläche des Metalls. Der Blick führt aus der Geschichte in den Raum vor uns.
Zur Geschichte hinter der Arbeit
1821 stirbt er auf der Insel. Die älteste erhaltene Kameraaufnahme entsteht erst 1827. Uns interessiert der Raum zwischen diesen beiden Daten: die Vorstellung, einem Menschen gegenüberzusitzen, den wir nur aus Bildern und Erzählungen kennen.
Die Bibliothèque nationale de France über Napoleons Gespräche auf St. Helena und das Harry Ransom Center über Niépces Kameraaufnahme.








